Wir haben 2017 begonnen, uns mit dem Thema Tulpenzwiebelvermehrung zu beschäftigen. Ein Jahr später, im Herbst 2018, war es dann soweit und wir haben auf unseren Feldern die ersten Tulpenzwiebeln gepflanzt. Zunächst waren die Tulpen hinter unseren Spargelfeldern versteckt, sodass sie von der Straße aus nicht zu sehen waren. In diesem Jahr haben wir sie direkt nach vorne gepflanzt, damit unsere Eickenhofer Felder für wunderschöne Farbtupfer im Papenteich gesorgt haben.

Wie kommt die Tulpe eigentlich in den Garten? 

Zunächst einmal vorweg: Die Tulpe ist nicht nur eine wunderschöne Blume in tollen, kräftigen Farben, sondern auch eine sehr zarte, pflegeintensive Pflanze. Um eine Tulpenzwiebel in schöner Größe für den Garten zu erhalten, muss die Zwiebel zunächst mehrere Jahre wachsen und mit jedem Zyklus wird sie größer und kräftiger, bis sie reif ist für die Weiterverarbeitung. Sie startet als als Samenkorn. Im ersten Jahr wächst daraus nur eine sehr kleine Tulpe ohne Blüte. Aus dieser zarten Pflanze entsteht dann die erste Zwiebel, die in etwa so groß ist wie ein Daumennagel. Die Zwiebel wird im Sommer gerodet und in einer Kiste bis zum Winter eingelagert. Im November wird sie dann wieder eingepflanzt. Über die kalten Wintermonate bilden sich langsam Wurzeln und im Februar erblickt dann ein neuer Trieb die Erdoberfläche. Dieser Trieb wird zu einer schönen kleinen Tulpenpflanze, während sich die Tulpenzwiebel komplett zurückbildet. Sobald die Blüte ausgeblüht ist, bzw. wir sie abgeschnitten haben, beginnt die Pflanze die neue Zwiebel zu bilden. 

Dieser Prozess läuft so lange weiter, bis es zu warm wird und die Tulpe oberirdisch vertrocknet. Man kann sich merken: Je besser die empfindliche Tulpenzwiebel gepflegt wird, umso schöner und robuster wird die spätere Blume. Nun ist die Zwiebel reif für die Rodung. Dabei schauen wir auf die Größe der Tulpenzwiebeln: Die großen geben wir in den Verkauf oder in die Schnittblumenproduktion, die kleinen werden wieder eingepflanzt. So wiederholt sich der Zyklus jedes Jahr und man erhält einen Familienstamm der Ursprungstulpen, die man immer weiter pflegt. Eine reife große Zwiebel muss also drei bis vier Jahre auf dem Feld wachsen, bis sie bereit ist für ihren großen Auftritt im Garten oder für das Gewächshaus, um zur Schnittblume zu werden. 

In der Zeit des Wachstums müssen die Tulpen von uns intensiv betreut werden, damit sie gut gedeihen können. Darum kümmert sich Eickenhofer Team von unserem angegliederten Lohnunternehmen Agrarservice. Dabei lernen wir stetig mehr über den Umgang mit den sensiblen Blumen und behandeln sie daher wie rohe Eier ganz behutsam und vorsichtig.

 Was passiert mit den Eickenhofer Tulpenzwiebeln?

Durch sein Pflanzenbaustudium in den Niederlanden hat unser Geschäftsführer Paul Schofer zusammen mit Malte Isermeyer den direkten Draht zu unserem Partnerbetrieb in den Niederlanden. Wir vermehren die Tulpenzwiebeln für diesen Partnerbetrieb, die seit Jahrzehnten absolute Tulpen-Profis sind. Dort werden sie weiterverarbeitet zu Schnittblumen und die Zwiebeln gereinigt, sortiert und gekühlt, um optimal für den Verkauf vorbereitet zu werden.

Wo bekomme ich die Eickenhofer Tulpenzwiebeln?

2020 haben wir die meisten Tulpenzwiebeln erstmals selbst behalten und bei uns im Hofladen und unseren Partnermärkten angeboten. Die Resonanz unserer Kunden war so gut, dass wir damit gerne weitermachen und nicht nur Schnittblumen, sondern auch unsere hochwertigen Tulpenzwiebeln regional anbieten möchten. Wir ernten zur Zeit sechs verschiedene Tulpensorten in verschiedenen Farben. Sie eignen sich bestens für den Garten, können aber auch problemlos im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse gepflanzt werden. Als Schnittblumen machen sich unsere Tulpen auch hervorragend. Wir bieten unsere Tulpenzwiebeln in allen Supermärkten an, in denen wir auch unseren Spargel und unsere Beeren anbieten. Wenn ihr noch einen Markt vermisst, meldet euch gerne bei uns. Wir bieten unsere Tulpenzwiebeln außerdem in unserem Onlineshop an für den Versand nach Hause.

Überzeugen Sie sich selbst von unseren regionalen Eickenhofer Tulpen!